Add Headings and they will appear in your table of contents.
Traum 'Gesundheitskasse'
Stand aktuell: Krankenkassen versuchen, die Leistungserbringer zu kontrollieren, ohne wirklich zu verstehen, was das medizinische Personal macht. Spitäler und Praxen verwenden daher viel Zeit und personelle Resourcen, um Diagnosen zu kodieren oder den Kassen ihre Berichtsanfragen zu beantworten. Diese administrative Zeit fehlt bei der Betreuung von Patientinnen und engagiertes Personal verlässt frustriert den Job. Ausser Ärger bringen diese Kontrollen wenig, was sehr Schade ist, da schätzungsweise die Hälfte der ambulanten Leistungen ohne Qualitätsverlust eingespart werden könnten.
Auf der anderen Seite verordnen ÄrztInnen kassenpflichtige Leistungen wie Physiotherapie, Psychotherapie oder Spitex, obschon die Kassen diesbezüglich besser wissen, ob diese Leistungen wirtschaftlich sind oder es günstigere Alternativen gäbe. Beispielsweise zahlen Kassen ohne Nachfrage 27 Physiotherapien für Hobbysportler, die ihr Training optimieren möchten und zahlen dafür bei schwer kranken PatientInnen, die ohne Physiotherapie kaum den Alltag bewältigen können, nicht mehr.
Der Traum
Kassen, PatientInnen und medizinisches Personal ziehen am selben Strick im Rahmen eines frei wählbaren 'Gesundheitskassenmodell'.
In diesem wird auch Prävention im sinnvollen Rahmen in die Gesundheitsversorgung integriert. Analog zur Zahnmedizin, wo man regelmässig für die DH bucht und den Zahnarzt nur noch bei Löchern sieht, würden die PatientInnen regelmässig zur Kontrolle bei der Gesundheitsmanagerin kommen und den Arzt oder die Ärztin nur bei Krankheiten sehen, wofür sie ja schliesslich ausgebildet worden sind.
Die Kassen wären über eine Schnittstellenperson mit den TherapeutInnen verbunden und würden mitentscheiden, welche Leistungen in welchem Umfang in der Grundversicherung sinnvollerweise übernommen werden sollten. Diese Schnittstellenperson übernimmt die Polizistenrolle, aber auf eine konstruktive Weise, weil sie auch Kontakt zu den Therapeut:innen hat. Sie übernimmt administrative Aufgaben, so dass für die Ärzteschaft das stempeln von Spitexformulare, Physioverordnungen nicht mehr nötig wäre, bzw nur in den Fällen, wo auch eine Untersuchung oder Beratung nötig ist. Sie würde auch das Fallmanagement für besonders teure PatientInnen übernehmen.